Anexia Tigers im Herbst 2017
Sowohl die Herren- als auch die Damensektion hatte im Herbst mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Bei den Männern herrschte akuter Spielermangel, bei den Ladies gab es Ausfälle und Abstimmungsprobleme. Aller Probleme zum Trotz blicken wir zufrieden auf das Jahr 2017 zurück und sind zuversichtlich für das nächste Jahr, wo die wichtigste Botschaft lautet: Wir suchen neue Spieler in allen Sektionen und allen Altersklassen.

Als im Juni im Wiener Sportclub-Stadion der Meistersekt spritzte, zogen bereits dunkle Wolken über die Anexia-Tigers auf. Meistertrainer Gilbert Blechschmid hörte (vorläufig) auf, beinahe 10 Spieler verließen Klagenfurt und damit auch die Anexia-Tigers. Im Laufe des Sommers sollte die Ballspielgeißel Knorpelschaden (bei Dejan Maric und Blechschmid) für zwei weitere schmerzliche zu frühe Karriereenden sorgen.

Herrenteam: Spielermangel, Niederlagen, Youngsters blühen auf

Die geplante Vorbereitung konnte der Club schnell vergessen. Kaum in Klagenfurt verfügbare Spieler, phasenweise Konzentration auf lediglich ein Training die Woche, Absage vom geplanten Testspiel. Viel schlimmer konnte es gar nicht kommen. So werteten wir die knappe 3:7-Auftaktniederlage mit Defensivpunkt bei Finalgegner Linz eher als Erfolg. Das nächste Spiel gegen Bratislava fand nicht statt- der Gegner war durch Nationalteamaktivitäten der Slowakei angebunden, verzichtete auf das Spiel. Der „Ersatz“ gegen Graz erwies sich als flottes, unterhaltsames Freundschaftsspiel- achtbares 29:43 gegen den Premiership-Teilnehmer der mit einem guten Team antrat.

In denletzten beiden Spiele waren die Anexia-Tigers völlig chancenlos. Beim 3:40 gegen die 1er-Panier von RK Zagreb (was als gemeldetes 2. Team an sich gegen die Ligaordnung ist) boten Manuel Schritliser & Co. noch eine beherzte Abwehrschlacht, bekam die entscheidenden Punkte erst in der Schlussphase, beim abschließenden Desaster in Maribor merkten wir, wo wir stehen, wenn zahlreiche Führungsspieler nicht dabei sind (Ohne Schritliser, Goodman, Hofer, Stanic, Franner, ohne einen Scrumhalf… … standen wir auf verlorenen Posten). Aber wir haben alle Spiele durchgezogen, keines abgesagt. Auch wenn wir schon vor der Maribor-Begegnung wussten, dass es nichts zu gewinnen gibt.

Wie viele Punkte wir nach dem Herbst haben steht noch nicht fest. Jedenfalls mehr als es dem Saisonverlauf entsprach, wobei wir für Nichtantreten nichts können. Positiv hervorzuheben ist die Etablierung von Donovan Goodman im Nationalteam und dass die Youngsters Leo Langosco & Ahmed Abou Hasab Alla (beide 18) in der Mannschaft Fuß fassen konnten und einen Leistungssprung machten. Im Winter wird die Truppe rundweg erneuert. Wie Spielbetrieb im Frühjahr aussieht lassen wir noch offen.

Damenteam: Gemischte Bilanz

Die Damenvorbereitung verlief solide, zwei Turniere (In Laibach bzw. Fogliano) sollten die einigermaßen neuformierte Truppe bestehend aus Tarviserinnen, Friuli-Spielerinnen ohne fixen Verein & natürlich Tigerinnen für die österreichische Series ligafit machen. Da wurden massive Abstimmungsprobleme zwischen den Mannschaftsgruppen sichtbar- ein Problem das uns den ganzen Herbst verfolgte. Ein Mix aus Ausfällen/Abwesenheiten (u.a. Tarviser Skofca-Sisters, Mirzeta Babajic, Julia-Marie Holzer von unserer Gruppe), knappen wie unglücklichen Niederlagen (niemand verlor öfters in der Spanne eines Try) sowie den erwähnten Abstimmungsproblemen ließ uns etwas unter den Erwartungen zurückbleiben. Das Minimalziel Rang 6 (berechtigt zur Teilnahme an den Entscheidungen im Frühjahr) wurde zwar erreicht, insgeheim spekulierten wir anhand der Kadergröße aber schon mit einem Platz weiter vorne. Die Abstände in der Damenliga sind hinter den Donau-Piratinnen sehr gering. Es schlägt fast jeder jeden.

Von unseren eigenen Mädchen kamen im Herbst in der Spielgemeinschaft nur drei zum Einsatz. Carmen Werni und Ramona Kogler waren gesetzt, Rebecca Eder kam ebenfalls erfolgreich zu Try und Spielminuten. Weitere Mädchen ernteten keine Meisterschaftslorbeeren, was großteils an den Dauerverhinderungen der Mädls lag und im Fall Julia & Mirzeta an Physio & Rehab. Wir verhehlen nicht, dass uns diese Anzahl nicht zufrieden stellte. Die Ursachen dafür lagen aber ausschließlich bei uns und nicht bei den italienischen Partnern.

Aber das Positive überwiegt dennoch in der Damensektion. Noch vor einem Jahr war der Fortbestand an sich fraglich, mittlerweile haben die Tiger-Ladies regen Zulauf und fallweise findet sich eine zweistellige Zahl an Spielerinnen auf dem Trainingsplatz. Es gilt die Verbindlichkeit ggü. Sport und Club zu optimieren, bzw. die Mädls vom Trainings- auf den Matchplatz zu bekommen. Die quantitative Entwicklung war jedenfalls hervorragend, ebenfalls haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, ein Meisterschafts-Turnier problemlos abzuwickeln; beim Klagenfurter Spieltag am 28. Oktober gab es ein reges (Publikums-) Interesse und die Einweihung der neuen Trikots, gesponsert von ANEXIA.

2018 feiert der Verein sein 10-jähriges Jubiläum. Ziel ist es, die Herrenmannschaft rundzuerneuern, das Damenteam auszubauen, festigen und fallweise auch alleine anzutreten. Im Nachwuchs wollen wir endlich starke Wurzeln schlagen. Wir sind bei der Suche nach einer Partnerschule wohl endlich fündig geworden, mehr dazu wenn das Ding in trockenen Tüchern ist.

An diesem Freitag (08.12.) wird im Veldener Monkey Circus nochmals gefeiert, Ehrungen verdienter Spieler vorgenommen, dann gibt es bis nach Dreikönig eine kurze Winterpause und dann geht es volle Kraft voraus in unser Jubiläumsjahr! Vormerken: Am Sonntag, dem 14.01.2018 starten wir in das Jahr mit der Generalversammlung in Arnoldstein (GH. Kravogl, Beginn 16:00!)

Fotogalerien vom Herbst 2017
Herren:
Vs. Zagreb (Florian Kastner)
Vs. Graz (Josi Grgic, Album folgt)

Damen:
Turnier in Klagenfurt 1 (Karlheinz Weidinger et al.)
Turnier in Klagenfurt 2 (Josi Grgic et al.)

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